US-Indizes Ausblick 2019

Ichimoku Analyse Internationale Indizes 02.01.2019

S&P 500:
Betrachten wir als erstes den weltweiten Börsenleitwolf, den S&P 500. Der Blick in den Jahreschart zeigt: hier ist noch Nix angebrannt. 2018 hatte S&P nur 6 % verloren – der DAX hingegen -18 %. Der säkulare Aufwärtstrend ist ungebrochen, und der Aufwärtstrend ab 2009 ist ebenfalls intakt. Um es in einem Satz und mit einer Punkt-Zahl zu benennen: Solange der Index nicht unter das Jahrestief von 2017 = 2.245 Punkte fällt, kann von einer untergeordneten und kleinen Korrektur ausgegangen werden.
Sollten sowohl das Jahrestief von 2018 = 2.346 Punkte als auch das von 2017 = 2.245 Punkte fallen, wird die Situation ernst. Sowohl im Monats Chart, als auch im Wochenchart ist ersichtlich, dass die Abwärtsbewegung seit dem Allzeithoch im September 2018 bis jetzt klar 3-teilig ist. Damit könnten entweder 1. eine fertige ABC-Korrektur oder 2. ein unfertiger 1-2-3 (einer Welle A) Impuls ausgebildet worden sein. Bei (1.) der ABC-Korrektur, sollte der Index dann zügig steigen. Im Tageschart sind die wichtigen Widerstände eingezeichnet: die 2.583 Punkte (Tief 10.12.2018) und die 2.603 Punkte (Tief 29.10.2018). Steigt der S&P über diese Marken (bevor er neue Tiefs ausbildet), kommt es zu Überschneidungen zwischen der (möglichen) Welle 1 und Welle 4. Dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ein neuer Aufwärtsimpuls gestartet wurde. Bleibt der Index jedoch unter diesen Marken, dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Korrektur erst begonnen hat und diese (2.) 3 Wellen Teil einer Welle A und damit auch erst das erste Abwärtsbein eines ZigZag sind. Sollte dies der Fall sein, so liegt die nächste massive Unterstützung bei ca. 2.100 Punkten. Weil: bei 2.072 Punkten notiert das 38 % Retracement sowie eine über viele Monate ausgebildete Unterstützungs-/Widerstandszone von 2014-2016.
Sobald der Index entweder über diese beiden Widerstände steigt (= Szenario 1) oder oder unter die Jahrestiefs fällt (= Szenario 2) muss die Analyse aktualisiert/angepasst werden.


Dow Jones Industrial Index:
Der DJIA präsentiert sich wie der S&P 500, nur die Punkte bewegen sich auf einem anderen Niveau. 2018 hat er mit einem Minus von 5,63 % oder -1.391 Punkten abgeschlossen. Der säkulare Aufwärtstrend und der Aufwärtstrend ab 2009 ist intakt. Die drei-teilige Abwärtsbewegung seit dem Allzeithoch im September 2018 endete ziemlich genau bei der 162 % Projektion (siehe Wochenchart). Solange der DJIA unter den beiden Swing-Lows vom 10.12.2018 bei 23.823 Punkten und vom 29.10.2018 bei 24.122 Punkten bleibt (siehe Tageschart) kann von einer reibungslosen Fortsetzung der Abwärtsbewegung, ausgehend vom Allzeithoch, ausgegangen werden. Werden diese beiden Marken überschritten, kommt es zu einer Überschneidung der (möglichen) Welle 1 und Welle 4. Dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ein neuer Aufwärtsimpuls gestartet wurde und die Analyse muss an die neuen Gegebenheiten angepasst werden. Bleibt der Index jedoch unter diesen Marken, dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Korrektur erst begonnen hat und diese 3 Wellen Teil einer Welle A und damit auch erst das erste Abwärtsbein eines ZigZag sind. Sollte dies der Fall sein, so liegt die nächste massive Unterstützung bei ca. 18.500 Punkten, einer über viele Monate ausgebildete Unterstützungs-/Widerstandszone von 2014-2016. Davor, bei 19.677 Punkten liegt das Jahrestief von 2017, und bei 19.225 Punkten liegt das 38 % Retracement sowie eine über viele Monate ausgebildete Unterstützungs-/Widerstandszone von 2014-2016.
Die wichtigen Widerstände nach oben sind also die 23.883 Punkte und 24.122 Punkte. Fällt der Index unter sein Jahrestief 2018 = 21.712 Punkten – ohne vorher die Widerstände nach oben zu brechen – wird es mit großer Wahrscheinlichkeit schnurstracks in Richtung 38 % = 19.225 Punkte gehen.


NDX 100:
Mit einem Minus von gerade mal 1,04 % oder 66,46 Punkten hat sich der NDX 100 2018 fast nicht von der Stelle bewegt. Die Jahreskerze geht nicht als Shootingstar durch, da die untere Lunte zu lang ist. Auch bei diesem Index ist der säkulare Aufwärtstrend intakt. Seit 2009 wird jedes Jahr ein neues Jahreshoch ausgebildet. Wie beim S&P 500 und beim DJIA auch, sehen die letzten Monatskerzen nicht gerade euphorisch aus und auch die Abwärtsbewegung seit dem Allzeithoch im Oktober 2018 ist bisher drei-teilig und intakt. Die signifikante Unterstützungszone liegt beim NDX 100 bei ca. 4.700 Punkten – also noch ziemlich weit weg. Die wichtigen 38 %, bezogen auf die 10-jährige Aufwärtsbewegung, liegen bei 5.148 Punkten, also immerhin ca. 20 % unter dem Jahresschlusskurs 2018. Bis jetzt sieht alles nach einer nur kleinen Korrektur aus. Bleibt der NDX 100 unter seiner Tages- und Wochenwolke, ist die Abwärtsbewegung seit dem ATH intakt. Steigt der Index hingegen über die ca. 7.000 Punkte, muss die Analyse den neuen Gegebenheiten angepasst werden.


 

 

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